Nowy Tomyśl - Über uns

Über uns

Im Jahre 1985 wurde das Museum ins Leben gerufen. Für den Sitz des Museums hat man Nowy Tomyśl - die Region mit einer langjährigen Tradition des Korbweide und Hopfenanbaus bestimmt. Die Forschungs- und Sammlungsinteressen betreffen folgende Gebiete: Korbmachereigeschichte in Polen und in der Welt, Korbweideanbau, Nutzungsarten der Korbweide, die Technik der Korbflechterei, fertige Gebrauchs- und Kunstkorbwaren. Ein genauso wichtiger Interessenkreis betrifft den Hopfenanbau - die Geschichte des polnischen Hopfenanbaus unter Berücksichtigung der Region Nowy Tomyśl, Biologie und Nutzung des Hopfens, Technik des Anbaus, der Ernte und Trocknung sowie Anwendung des Hopfens.

In der Sammlung des Museums waren von Anfang an zwei getrennte thematische Gruppen sichtbar: Korbmacherei und Hopfenanbau. Die ganze Sammlung hat man in vier Sektionen geteilt: Ethnographie, Technik, Natur und Kunst.

Unter den ethnographischen Ausstellungsstücken nimmt den größten Platz Flechtwerk ein, das zu den ältesten Bereichen der Handarbeit auf dem Lande gehört. Als Rohstoff diente Korbweide, Stroh, Lindenbast. Die ältesten Ausstellungsstücke in den Sammlungen gehen auf das späte XIX-te Jahrhundert zurück. Das sind hauptsächlich Körbe, Behälter und Vorratsgefäße. Besonders bemerkenswert sind die aus den Kieferwurzeln ausgeflochtenen Gefäße mit unteschiedlicher Anwendung (Teller, Tabletts, Krüge, Vasen). Den Kern der ethnographischen Sammlung machen jedoch Flechtwerkwaren aus der Umgebung von Nowy Tomyśl und Rudnik am Fluß San aus. Sie veranschaulichen frühere und gegenwärtige Entwicklungsformen der Formgestaltung aus diesen Gebieten.

In der Gruppe der Ausstellungsstücke hat man Studienformen, die während der allgemeinen polnischen Korbweidetreffen entstanden sind, gasammelt. Sie zeigen die Errungenschaften der Künstler, für die der plastische Stoff die Weidenruten sind. In die Sammlung hat man unter anderem Autorenarbeiten von Jedrzej Stępak, Marian Iwanowicz, Bogna Lisowska, Barbara Grobelna-Radziejowska eingeschlossen.

Technische Ausstellungsstücke umfaßen Geräte und Vorrichtungen, die mit dem Anbau von Korbweide und Hopfen sowie mit der Verarbeitung dieser Rohstoffe zusammenhängen. Es gibt dort auch eine Werkstatt des Korbmachers mit den Grundgeräten, die man beim Ausflechten verwendet.

Erwähnenswert sind auch naturwissenschaftliche Hopfenexponate sowie präparierte Exemplare von Tieren, Lederhaut, Geweih.

Viel Aufmerksamkeit hat man dem salicarium gewidmet, das aus 53 Schauparzellen der polnischen sowie aus 12 weiteren europäischen Korbweidearten besteht. Es gibt hier auch den Weideminipark (mit 20 Weidearten in baumartigen und strauchartigen Formen).

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